Schimmelnde Silikonfugen im Bad


Entfernen des Silikons ist nur bei sehr starkem Pilzbefall nötig. Wenn es sich um recht frischen Pilzbefall handelt, sollte eine Reinigung mit einer der oben genannten Mittel zur Schimmelbekämpfung Erfolg bringen, und zwar in der Reihenfolge ihrer Aufzählung. Normalerweise muss die Behandlung mehrfach wiederholt werden bis der Schimmel wieder weg ist.

Ansonsten: Das Silikon entfernen (z.B. mit dem Teppichmesser herausschneiden), den Untergrund gründlich mechanisch reinigen, mit Spiritus (auch Aceton o. Waschbenzin) entfetten und dann mit pilzhemmend eingestelltem Silikon neu verfugen.

Die Fugentiefe soll etwa ein Drittel geringer sein als die Fugenbreite (DIN 18540) ... umgekehrt ausgedrückt soll die Fugentiefe also maximal 2/3-tel der Fugenbreite betragen. Zu tiefe Fugen müssen durch Unterstopfen mit Rundschnüren auf die richtige Tiefe gebracht werden. Das verringert den Silikonbedarf und verbessert die Haltbarkeit der Fuge, da deren Dehnvermögen erhöht und damit die Dauerelastizität verbessert wird. Die so schädliche Dreiflankenhaftung wird durch das Hinterfüllmaterial ausgeschlossen.

Das Material aus der Kartusche oder dem Schlauchbeutel gleich mit genügendem Druck auf die Fugenflanken aufbringen, damit sofort ausreichende Haftung eintritt. Die Fugenmasse gleich anschließend mit angefeuchtetem Spachtel, Fugeisen oder Finger (Einmalhandschuhe benutzen, am besten mit Holzspachtel und Seifenlauge arbeiten) abglätten. Zur Erzielung sauberer Fugenflanken die Fugenränder evtl. vorher mit Selbstklebeband abkleben, das dann gleich nach dem Glätten der Fugenmasse aber wieder abgezogen werden muss, da schon bald die Hautbildung des Silikons einsetzt.

Beim Glätten der Dichtstoffoberfläche unbedingt darauf achten, dass sich keine Vertiefung bildet, in der sich später das Wasser sammeln kann ... sonst schimmelt es (trotz fungizidem Silikon) schon bald wieder.




zurück




Mitglieder des Deutschen Holz und Bautenschutzverbandes (DHBV)
sind Fachfirmen mit geschultem Personal.