Nasse Wände und feuchte Keller sind das Schreckgespenst jedes Hausbesitzers!


Da mit bloßem Auge und/oder Handauflegen die Nässeverteilung nicht eindeutig erkennbar ist, gehören solche Schäden in die Obhut eines Fachbetriebes, da nur dieser über die erforderliche Messtechnik verfügt.
Die Sanierung älterer Gebäude wirft vielfältige Probleme auf, die durch eine kompetente Schadensanalyse untersucht und eingegrenzt werden müssen. Das gilt auch für Neubauten, falls dort nicht sofort eine sachgemäße Erstabdichtung eingebracht wurde. Zunächst ist die Art des Schadens festzustellen:
  • aufsteigende oder seitlich eindringende Feuchtigkeit,

  • bei Unterkellerung eindringendes Wasser (Druckwasser, Schichtwasser),

  • Taupunkt am Mauerwerk (Kondenswasser),
  • hygroskopische Nässe durch Salzeinwirkungen.

Schadensfolgen sind u.a. Steinzerstörung, Mörtelverfall, Putz- und Farbanstrichabsprengungen, Salz-ausblühungen, schlechtes Wohnklima, Geruchsbelästigung, erhöhte Heizkosten und Gesundheitsgefährdung durch Pilzbildung. Mauerwerkskapillare nehmen bei fehlender Abdichtung grundsätzlich Feuchtigkeit auf. Somit können auch die im Erdreich durch das Wasser gelösten Salze bauschädigend eindringen. Es handelt sich vorwiegend um Nitrat-, Sulfat- und/oder Chlorid-Verbindungen; allgemein geläufig auch als Salpeter.

Durch deren Fähigkeit, Luftfeuchtigkeit und Wasser aufzunehmen bzw. zu binden, schließt sich der Teufelskreis:
Feuchtigkeit dringt ein; eingeschleppte Salze lagern sich ab; nach wetterbedingter Abtrocknung bleibt die hygroskopische Wirkung der Salze erhalten, so daß bei erneut auftretender Feuchtigkeit noch weitaus größere Flüssigkeitsmengen aufgenommen werden – usw. usw.
Zur Verdeutlichung: 8g Salz können bis zu 1 Liter Wasser binden.

Feuchte Wände bei nichtunterkellerten Altbauten sind auf fehlende oder verrottete Horizontalsperren zurückzuführen. Die Feuchtigkeit kann hier durch Kapillarwirkung mineralischer Baustoffe in den Wänden aufsteigen – eine neue Horizontalsperre muß eingebracht werden! Ist auch der Putz solcher Bauten mit Salpeterausblühungen belastet, muß dieser entfernt und durch Sanierputz ersetzt werden.

Um diesen Schaden zu beseitigen kann eine Innenabdichtung durch aufbringen eines mineralischen Abdichtungssystems in Verbindung mit einem Sanierputz aufgebracht werden. Hierdurch das Eindringen der Feuchtigkeit in das Mauerwerk erfolgreich und dauerhaft verhindert. Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit der Freilegung des Mauerwerks von aussen und das Aufbringen eines Systemschutzes.

Auch teure und aufwendige Sanierungen sind zum Scheitern verurteilt, wenn die einschlägigen bekannten Regeln der Feuchtigkeitswanderungen ignoriert werden.
Nur der Fachberater eines anerkannten Fachbetriebes kann per Schadensanalyse einen optimalen Sanierungsvorschlag mit allen flankierenden Maßnahmen anbieten und in die Wege leiten.





Mitglieder des Deutschen Holz und Bautenschutzverbandes (DHBV)
sind Fachfirmen mit geschultem Personal.