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1.) Warum sind Ihre Mauern feucht ?

a.) Schadhafte Isolierung:
Bei Altbauten fehlen meistens horizontale und vertikale Abdichtungen oder diese sind im Laufe der Jahre durchlässig geworden. Die Mauer kann dadurch Feuchtigkeit aufnehmen. Die Menge der aufsteigenden Feuchtigkeit richtet sich nach der Porosität des Baustoffes und nach der Bodendurchfeuchtung. Die obere Grenze der Feuchtigkeit im Mauerwerk hängt von der Kapillardichte des Baustoffes und der Verdunstungsmöglichkeit ab. Je dichter die Mauer verputzt ist, desto höher steigt die Feuchtigkeit, da sie schlechter verdunsten kann.

b.) Porosität:
Ziegel, Kalkstein und Mörtel sind besonders saugfähig. Der Anteil von Luftporen liegt bei 25 % . Diese starke Porosität ist der Grund für die hohe Wasseraufnahmefähigkeit. Bei Natursteinen ist meist auch das Füllmaterial, der Mörtel, von der Feuchtigkeit stark betroffen.

c.) Kapillareffekt
Die meisten Baustoffe sind porös und beinhalten eine Vielzahl feiner Kapillarröhrchen. Kommt ein solcher Baustoff mit Wasser in Berührung, so saugt er sich ähnlich wie ein Schwamm mit Wasser voll.

d.) Sanierungsfehler:
Jeder Versuch, eine feuchte Mauer durch Maßnahmen an der Oberfläche allein zu sanieren, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Eine sinnvolle und dauerhafte Sanierung kann nur durch ein Mauertrockenlegungsverfahren erreicht werden, welches garantiert, dass

  1. die im Mauerwerk vorhandene Feuchtigkeit beseitigt wird und

  2. dauerhaft verhindert, dass neue Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt.

Maßnahmen, die die Situation verschlechtern, sind:
Sperrputz, Fliesen, Verschalungen, Vollwärmeschutz, etc.

2.) Was bewirkt die Feuchtigkeit?

a.) Nachlassende Festigkeit:
Feuchte Ziegel haben eine geringere Festigkeit als trockene Ziegel.
Trocknet der Ziegel aus, erreicht er praktisch wieder seine alte Festigkeit.

b.) Frostempfindlichkeit:
Im Baustoff gefrorenes Wasser bewirkt Frostsprengungen. Dies beschädigt insbesonders den Aussenputz und die außenliegenden Teile des Mauerwerks. Der Frost dringt im Laufe der Jahre immer weiter ins Innere des Mauerwerks ein. Bei trockenem Mauerwerk treten keine weiteren Frostschäden auf.

c.) Mauersalze:
Das im Mauerwerk aufsteigende Wasser verdunstet an der Maueroberfläche. In diesem Wasser sind Mineralien und Salze gelöst. Bei der Verdunstung kristallisieren diese Salze aus, wobei sie durch die Volumsvergrößerung Verputz und Ziegel beschädigen. Durch die Unterbrechung des Feuchtetransports ist auch der Nachschub an Salzen unterbunden.

d.) Gesundheitsrisiken:
An der, durch die Mauerfeuchte abgekühlten Maueroberfläche kann sich Schimmelpilz bilden. Dadurch entsteht ein hohes Gesundheitsrisiko und schwere Allergien können die Folge sein. Auch rheumatische Beschwerden werden begünstigt. In einem trockenen Gebäude leben Sie gesünder.
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e.) Stark verminderte Wärmedämmung:
Seine wärmedämmenden Fähigkeiten erhält ein Baustoff aufgrund seiner Luftporen. Diese wirken als Dämmpolster. Sind die Poren mit Wasser gefüllt, geht die Dämmwirkung verloren. Im Gegenteil, durch den Kreislauf - aufsteigendes Wasser, Verdunstung an der Maueroberfläche wird das Auftreten des Kühleffektes hervorgerufen.

3.) Was bewirkt die Feuchtigkeit noch?

Die Feuchtigkeit im Mauerwerk steigt zu den darüberliegenden Etagen auf.

Daher: sinnvolles Energiesparen beginnt mit der Mauertrockenlegung !

Hier noch einige Tipps zur Vorbeugung!

 

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Mitglieder des Deutschen Holz und Bautenschutzverbandes (DHBV)
sind Fachfirmen mit geschultem Personal.